Beste Futterqualität – wie erreichen?

Gerade für Bio-Betriebe gilt: Hochwertiges Grundfutter ist entscheidend für den Betriebserfolg. Um die Futterqualität zu verbessern, gibt es wertvolle Helfer.

Futterqualität verbessernFutterqualität verbessernFutterqualität verbessern[1489588109318799.jpg]
© zVg/Hechenbichler
Die Qualität von Heu, Silage und Feldfrüchten entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg und damit über die Entlohnung der eigenen Arbeit. Futteruntersuchungen zeigen oft zu geringe Rohprotein- und hohe Rohfaserwerte. Der Schnittzeitpunkt spielt dabei eine wichtige Rolle, kann aber wetterabhängig nur bedingt beeinflusst werden. Jeder Landwirt hat es aber selbst in der Hand, wie gut Gülle und Festmist verrottet sind und er kann eine ausgewogene Nährstoffversorgung als Grundlage für beste Futterqualität schaffen.

Rotteprozess wichtig

Fäulnis und Ausgasung von Ammoniak und Ammonium erkennt man nicht nur durch stinkende Gülle, sondern auch durch Schwimmdecken, Sinkschichten und vor allem durch Verätzungen der Pflanzen sowie eine typische „Gülleflora“ im Grünland. Um dies zu verhindern, ist ein Rotteprozess so wichtig. Dieser ist bereits am Stallgeruch und verbessertem Stallklima deutlich feststellbar (Ammoniak und Ammonium bleiben gebunden und erhöhen den Düngerwert), führt zu fließfähiger Gülle, die nicht auf den Blättern und Gräsern klebt und Ätzschäden verhindert. Wasserzugaben allein lösen das Problem nicht und die Ausbringkosten durch zusätzliche Fahrten sind enorm. Gut verrotteter Festmist bedeutet geringeres Volumen, weniger Streukosten und keine Strohrückstände in der Heu- und Siloernte.

Hilfreiche Bakteriennahrung

Stallmax® für Biobetriebe und Güllemax® für konventionelle Betriebe sind wertvolle Bakteriennahrungen, die (auch automatisiert) mit einfachen technischen Anlagen ausgebracht werden können. Durch die regelmäßige Beigabe vermehren sich die vorhandenen sauerstoffliebenden Bakterien viel schneller. Dadurch wird Fäulnis in Rotte umgewandelt. Dieser Prozess soll schon im Stall beginnen, dann bleiben wertvolle Nährstoffe in der Gülle oder im Mist. Ärger durch stockende Gülle kann vermieden werden. Die pflanzenverträgliche Gülle verhindert Ätzschäden im Grünland, sorgt gleichzeitig für eine an wertvollen Gräsern und Klee reichere Wiese und damit für hochwertiges Grundfutter.

Schwefel steigert Futterwert

Schwefel ist für die Stickstoffaufnahme und Pflanzengesundheit unentbehrlich. Schwefel wird zur Eiweißbildung benötigt, steigert den Futterwert und fördert die Biotinbildung (wichtig unter anderem für die Klauengesundheit). Gülleschwefel+® kann leicht vor der Ausbringung in die Gülle eingerührt und damit in einem Arbeitsgang ausgebracht werden. Durch den unterschiedlichen Vermahlungsgrad ist dieser elementare Schwefel schnell für die Pflanzen aufnehmbar, größere Partikel benötigen etwas länger für den „Umbau“ und wirken damit auch über mehrere Schnitte hinweg. Gülleschwefel+® ist nicht wasserlöslich und kann daher auch nicht ausgewaschen werden.

Meerkalk für Calcium-Versorgung

Selbst auf Böden mit neutralen bis hohen pH-Werten kann im Wurzelbereich zu wenig pflanzenverfügbares Calcium vorhanden sein. Meerkalk® versorgt die Pflanzen auch bei höheren pH-Werten rasch mit dem für ein gesundes Wachstum unbedingt erforderlichen Calcium. Durch seine poröse Struktur können ein sehr feiner Vermahlungsgrad und damit eine hohe Reaktion erreicht werden. Hohe Wirtschaftlichkeit durch geringe Aufwandmengen und staubarme Ausbringung mit dem Flächenstreuer sind weitere Vorteile. Gut aufbereitete, verrottete Gülle/Festmist sowie eine gezielte Schwefel- und Calciumversorgung sorgen für hohe Futterqualität und damit für gesunde, leistungsstarke Tiere.

Informieren Sie sich im Lagerhaus

Bei Fragen zu oben genannten Produkten stehen Ihnen die Mitarbeiter in Ihrem Lagerhaus selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Benutzen Sie die Suchmaske, um das Ergebnis auf eine Postleitzahl einzuschränken. Sie können die Karte auch auf den Startzustand zurücksetzen.

Autor:
Ing. Stefan Winter, LK Burgenland