Das Grünland als große Chance

Um die Grünflächen nach dem Winter in Form zu bringen, ist vielfach eine Nachsaat notwendig. Die Saat bietet mit den ÖAG-Mischungen das ideale Sortiment dafür.

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© Dr. Karl Buchgraber
Die Bewirtschaftung und das Bewusstsein um den Wert der Futterqualität, der Futtererträge und damit des Pflanzenbestandes auf den Wiesen und Weiden haben sich in Österreich stark verbessert. Die Grünland- und Viehbauern haben erkannt, dass erst ein kompakter, stufig aufgebauter und harmonisch breit zusammengesetzter Bestand je nach Standort auch diese Leistung bringen kann. Dafür sollten die Flächen richtig bewirtschaftet, gepflegt und gegebenenfalls auch nachsät werden.

Nachsaat bei mehr als 10 % Lückigkeit

„Es wird eh jedes Jahr grün“, war früher oft die Meinung. Heute geht man im zeitigen Frühjahr auf seine Wiesen, Weiden und Feldfutterbestände und schaut, wie die Bestände über den Winter gekommen sind. Ist die Lückigkeit der Bestände über 10 % (das heißt, kann man im Frühjahr mehr als 10 % Boden zwischen den Gräsern, Kräutern und Leguminosen sehen), dann sollte beim „Spitzen“, also dann, wenn die Gräser beginnen zu wachsen (schieben), die Nachsaat mit der richtigen ÖAG-Mischung aus der Qualitätsmarke „Die Saat“ erfolgen.

In diesen ÖAG-Mischungen versucht man beste ausgewählte Sorten, ohne Ampfersamen, mit höchster Keimfähigkeit und Reinheit anzubieten. Diese ÖAG-Mischungen sind dem Standort und der Bewirtschaftungsintensität angepasst. In diese Mischungen sind auch am LFZ Raumberg-Gumpenstein gezüchtete und auf den österreichischen Bauernbetrieben vermehrte Sorten eingemischt. Diese sind dem Klima und den Standorten am besten angepasst und können so auch optimal bei hohen Erträgen und Qualitäten durchhalten.

Wühlmaus und Maulwurf: Wiesen striegeln

Der heurige Winter (2014/2014) war in den Regionen mit den Niederschlägen, insbesondere mit den Schneelagen, sehr unterschiedlich. Eines war jedoch überall gleich: Die Grünlandböden waren kaum gefroren und so konnten die Wühlmause und Maulwurfe wieder enormen Schaden an der Grasnarbe verursachen. Diese Flächen mit vielen „Erdhaufen“ sollten mit einem Striegelgerät unbedingt im Frühjahr nachgesät werden. Auch solche Flächen, die im Vorjahr von der Trockenheit geschädigt und noch nicht regeneriert sind, sollten im Frühjahr beim „Spitzen“ wieder verbessert werden.

Welche ÖAG-Mischungen in „Die Saat-Qualität“ hier Verwendung finden, können Sie in der  Auflistung herauslesen. Saatmengen von 5 kg/ha (kleine Lücken) bis 25 kg/ha sollten davon eingesät und unbedingt mit einer Walze angedrückt werden, um den Bodenschluss zu gewährleisten.

ÖAG-Mischungen für Nachsaat und Sanierung

Na Weiden und extensive Wiesen bis 3 Nutzungen
Ni Mehrschnittwiesen - intensive Nutzung
Natro Wiesen auf trockene Standorten
Nawei Wiesen auf trockene Standorten
NIK intensive Verhältnisse und nach der Sanierung von verfilzten Beständen mit Gemeiner Rispe, Goldhafer und moosigen Beständen

Grünland: Wichtiger Lieferant von Rohprotein

Die Grünlandflächen liefern in Österreich rund 850.000 Tonnen Rohprotein, das sind rund 70 % des gesamten Eiweißbedarfs der Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Wildtiere. In den ÖAG-Nachsaatmischungen werden die Varianten Na, Ni, NIK und KWEI mit Klee separat angeboten. Wer zu wenig Kleeanteil im Bestand hat und mehr Protein aus dem Grünland produzieren möchte, der sollte die Nachsaatmischungen mit Klee verwenden.

Viel Erfolg bei der Frühjahrsarbeit und beim Start der neuen Saison – möge es ein gutes Jahr werden.
Autor:
Dr. Karl Buchgraber, LFZ Raumberg-Gumpenstein
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