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Gartengenuss statt -verdruss

Überall grünt und blüht es, in den Beeten wachsen köstliche Gemüse und Kräuter. Was ist beim Ernten zu beachten?

Das Erntemonat ist angebrochen

Im Juli nimmt die Ernte an Umfang zu. Was im Überfluß anfällt, sollten Sie haltbar machen. Anbei ein paar Tipps zur Ernte/Einlagerung von Gemüse, wie zB. Frühkartoffeln, Erbsen, Karotten etc.

Frühkartoffeln:

Frühkartoffeln nur bei Bedarf ernten, da die Knollen in diesen Wochen noch an Gewicht zunehmen. Nehmen Sie jeweils nur die größten seitlich heraus und häufeln Sie danach wieder an. Ist das Laub abgestorben, können Sie die restlichen Kartoffeln herausnehmen und kühl, luftig und trocken lagern.

Grüne Erbsen

Grüne Erbsen schmecken am besten, wenn die Körner noch weich sind.
Ernten Sie bei trockenem Wetter, möglichst nachmittags.

- Zuckererbsen, die mit Schalen gegessen werden, sind pflückreif, sobald sich die Samen an der Hülse deutlich abheben. - Grüne Bohnen, die hauptsächlich als Brech- und Schnittbohnen verwendet werden, sollten wöchentlich durchgepflückt werden, das fördert die Anlage neuer Blüten.
Der günstigste Erntetermin ist gekommen, wenn die Hülsen beim scharfen Knicken glatt durchbrechen.

Unreife rohe Bohnen enthalten Giftstoffe und dürfen nur gekocht gegessen werden. Schärfen Sie dies besonders Ihren Kindern ein!

Bohnen

Dicke Bohnen pflückt man, wenn die grünen Hülsen 12 bis 15 cm lang sind.
Verarbeitet werden davon die halbreifen Körner.

Bei unterschiedlicher Reife gibt es mehrere Teilernten. Für eine zweite Haupternte schneiden Sie die Pflanzen handlang über dem Boden ab und düngen und wässern sie.

Kohrabi

Kohlrabi wird laufend verbraucht.
Damit überständige Knollen nicht holzig werden, hilft Behäufeln bei trocknem Wetter.

Auch Karfiol darf nicht zu lange stehen, sonst lockert und verhärtet sich die Blume. Damit der Karfiol nicht grün wird, knicken Sie Blatt darübert.

Hat sich beim Brokkoli der Hauptkopf ausgebildet, wird er herausgeschnitten. Warten Sie damit nicht zu lange, sonst werden die Knospen locker und beginnen zu blühen. Anschließend düngen und wässern, damit sich wieder Nebenköpfe bilden.

Vorsicht bei frühem Kopfkohl, hält sich nicht zu lange auf dem Beet und platzt nach stärkerem Regen leicht. Deshalb sofort mit dem Spaten einen Teil der Wurzeln abstechen.

Gurken, Schalotten und Karotten

Gurken:

Gurken sind ertragreicher, wenn Sie die Früchte nicht zu groß werden lassen.
Die Früchte abschneiden, aber nicht abreißen, sonst leiden die Pflanzen.

Schalotten:

Schalotten zeigen durch Blattwelke den Reifebeginn an. Sobald sie vergilbt sind, heben Sie die Büschel mit einer Grabegabel aus dem Boden, lassen sie trocknen und nachreifen. Abgetrennt werden nur soviel Zwiebeln, wie man gerade braucht

Karotten:

Bei Karotten ziehen Sie die größten heraus und schließen die Löcher hinterher, um der Möhrenfliege die Eiablage zu erschweren. Bei feuchtem Boden lassen sich selbst auf schwerem Boden die längsten Möhren mühelos herausziehen.


Tipps/Textausschnitte aus: "simplify garten"
VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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