Körnersorghum

Als Alternative zur Maisfruchtfolgebeschränkung gegen Maiswurzelbohrer

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© Die Saat
Die C4-Pflanze kann bei trockenen Bedingungen auch bei geschlossenen Spaltöffnungen assimilieren. Zusätzlich besitzen sie eine spezielle Wachsschicht (reduziert die Wasserverdunstung auf der Blattoberfläche) sowie ein besonders gutes Stickstoff-Nutzungsvermögen. Daher benötigt Sorghum um bis zu einem Drittel weniger Wasser als Mais und ist wesentlich weniger anfällig auf Krankheiten und Schädlingsbefall.
Sorghum ist sehr hitze- und trockenheitstolerant und kommt mit schwankenden Witterungsverhältnissen viel besser zurecht als vergleichbare Kulturarten. Laut ÖPUL-Richtlinien (ÖPUL 2007–2013) zählt Sorghum nicht zu den Getreidearten und somit nicht zum Mais/Getreideanteil (max. 75 Prozent). Es ist absehbar, dass Sorghum in künftigen Fördermodellen eine wichtige Rolle in der Fruchtfolge spielen wird.

Nutzung als Rinder-,Schweine- und Geflügelfutter

Körnersorghum – trocken wie bei Mais (Musen) und Kornsilage - liefert ein qualitativ hochwertiges Futtermittel und wird mit sehr gutem Erfolg in der Rinderfütterung eingesetzt. In der Schweinefütterung können bis zu 30 % und in der Geflügelfütterung bis zu 20 % der Futterration beigemischt werden. Der Proteingehalt liegt bei 10 – 12 %. Körnersorghum ist absolut konkurrenzfähig und erzielt vor allem bei trockener Witterung sehr hohe Kornerträge (4.000 bis 10.000 kg)

Kulturführung für gesichert hohe Erträge

Die Pflanze ist wärmebedürftig und kälteempfindlich, daher nicht zu früh anbauen und eine Bodentemperatur von 16° C abwarten. Anbau erst Anfang bis Mitte Mai! . Optimal eignen sich tiefgründige und lehmige Sandböden. Ungeeignet sind kalte, nasse und schwere Böden. An die Fruchtfolge stellt Körnersorghum keine hohen Ansprüche. Drillsaat und Einzelkornsaat sind möglich.
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