EU-Schweinemarkt: Stabile bis leicht steigende Preise

Notierung kann in Österreich um 3 Cent zulegen.

Wien, 31. Oktober 2014 (aiz.info). - Die Notierungen am europäischen Schlachtschweinemarkt behaupten sich zunehmend besser. Von einem Angebotsdruck ist kaum mehr die Rede und absatzseitig macht der günstige Preis das Fleischbusiness auf allen Ebenen attraktiv. Während Frankreich und Belgien mit +1 Cent beziehungsweise +2 Cent bereits leicht zulegen konnten, verharrt die Notierung in Deutschland nach anfänglichem Optimismus auf unverändertem Niveau. Speziell im Norden unseres Nachbarlandes dürften noch ausreichend Schlachtschweine zur Verfügung stehen.
In Österreich zeigt sich der Schlachtschweinemarkt geräumt. Die eine oder andere Nachbestellung konnte nicht mehr zeitgerecht bedient werden. Mit 95,4 kg weist das durchschnittliche Schlachtgewicht eine sinkende Tendenz auf, gleiches gilt für die Schlachtzahlen. Diese Entwicklung dürfte im Zusammenhang mit Berichten von Mästern stehen, die sich seit Wochen über mangelnde Fresslust bei Mastschweinen beschweren. Die Futterumstellung auf die neue Ernte macht heuer mehr Probleme als üblich, der nasse Sommer hat auch die Schmackhaftigkeit von Körnermais beeinflusst. Vor dem Hintergrund einer lebendigen Nachfrage konnte die Schweinebörse hierzulande einen Aufschlag von 3 Cent erzielen. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf EUR 1,43 (Berechnungsbasis: EUR 1,33) je kg.
"Die Fleischindustrie riecht bereits den Weihnachtsbraten und nutzt offensiv den günstigen Rohstoffmarkt. Ähnliches gilt für die Exporteure Richtung Weltmarkt, wo zurzeit billiges Schweinefleisch aus der EU sehr gefragt ist. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin mit zumindest stabilen Verhältnissen zu rechnen", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten zusammen.
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