Obsternte 2014 fiel trotz ungünstiger Witterung überdurchschnittlich aus

Hohes Plus bei Äpfeln und Birnen, weniger Steinobst - Qualitäten haben gelitten.

Wien, 26. November 2014 (aiz.info). - Die heurige Tafelobsternte ist trotz des durchwachsenen Wetters um 25% (insgesamt 272.000 t, exklusive Holunder) besser ausgefallen als im Vorjahr und lag auch um 12% über dem Zehnjahresmittel. Allerdings habe unter der ungünstigen Witterung teilweise die Fruchtqualität, speziell bei Beerenobst und Holunder, gelitten, teilt die Statistik Austria mit.

Überdurchschnittliche Erträge bei Äpfeln und Birnen

In Erwerbsobstanlagen wurden 239.400 t Kernobst produziert - 31% mehr als 2013. Bei Winteräpfeln betrug die Produktion 226.400 t (+32%), was - hauptsächlich flächenbedingt - einem Plus von 13% zum Zehnjahresmittel entspricht. Auf den Hektarertrag bezogen wurde ein leicht überdurchschnittliches Niveau erreicht (+2%). Über 80% der heimischen Winteräpfel stammten aus der Steiermark. Bei Sommeräpfeln wurden bei sehr guter Ertragslage 2.900 t geerntet (+14%).

An Winterbirnen wurden trotz unterdurchschnittlicher Hektarerträge flächenbedingt 5.500 t eingebracht (+12%). Überdurchschnittlich hohe Erträge gab es hingegen bei Sommerbirnen, was zu einer Erntemenge von 4.600 t führte (+28%).

Nicht mit dem ausgezeichneten Vorjahresergebnis mithalten konnte die Steinobsternte. Sie lag mit 14.100 t knapp 20% darunter. Dennoch wurde eine überdurchschnittliche Produktion verzeichnet (+8%). Die Marillenernte belief sich auf 6.800 t und lag damit um 34% unter dem ausnehmend ertragsstarken Vorjahr, der Hektarertrag war aber durchaus zufriedenstellend (+4% zum Zehnjahresmittel). Über drei Viertel der Erntemenge stammte aus Niederösterreich. An Pfirsichen wurden 2.000 t (+14%) eingebracht. Aufgrund einer Flächenreduktion fiel die Zwetschkenernte mit 3.000 t um 10% geringer aus. Bei Kirschen lag das Ergebnis 8% über dem Vorjahr (2.100 t), während bei Weichseln mit 120 t 14% weniger geerntet wurde.

Durchschnittliche Ergebnisse bei Beerenobst, mehr Walnüsse und Holunder

Beim Beerenobst (exklusive Holunder) lag die Gesamtproduktion heuer bei 18.000 t, was nahezu der Menge von 2013 entsprach (±0%) und leicht über dem Zehnjahresmittel lag (+2%). Erdbeeren, die vornehmlich in Nieder- und Oberösterreich sowie der Steiermark erzeugt wurden, hatten witterungsbedingt Einbußen von 3% auf 14.500 t zu verzeichnen. Himbeerkulturen brachten ein Erntevolumen von 950 t (+6%). Ribiselanlagen lieferten knapp 1.700 t (+35%), was nahezu dem Zehnjahresschnitt entsprach (-1%).

An Walnüssen wurden vorwiegend auf steirischen und niederösterreichischen Flächen 500 t und damit um 21% mehr als 2013 geerntet. Die Holunderproduktion entsprach mit 9.600 t (+32%) zwar einer überdurchschnittlichen Ernte, aufgrund des nassen Wetters wurden jedoch die geforderten Qualitäten oft nicht erreicht.
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