EU-Schlachtrindermarkt: Uneinheitliche Preisentwicklung bei Jungstieren

Österreich: Lebhafte Nachfrage nach Qualitätsstieren und -kalbinnen.

Wien, 30. September 2014 (aiz.info). - Am europäischen Schlachtrindermarkt ist die Situation bei Jungstieren relativ uneinheitlich. Die Nachfrage hat sich in einigen Ländern belebt, die Notierungen tendieren von leicht rückläufig bis etwas ansteigend. Bei weiblichen Schlachtrindern ist die Lage ebenfalls unterschiedlich. Für Kalbinnen und fleischbetonte Kühe werden meist unveränderte Preise gezahlt, die Erlöse für Verarbeitungskühe sind stabil bis leicht sinkend.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren, Ochsen und Kalbinnen rückläufig und in allen Regionen knapp. Eine lebhafte Nachfrage wird vor allem bei Qualitätsjungstieren und -kalbinnen verzeichnet, berichtet die Rinderbörse. Die Notierungen sind fest bis leicht steigend. Regional unterschiedlich ist das Aufkommen bei Schlachtkühen; aufgrund des stabilen Bedarfes bleiben die Preise auf dem Vorwochenniveau. Bei Schlachtkälbern trifft ein knappes Angebot auf eine stabile Nachfrage, die Erlöse bleiben diese Woche unverändert.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen leicht höheren Basispreis von EUR 3,43 netto je kg Schlachtgewicht und für Kalbinnen weiterhin EUR 3,23. Für Kühe werden derzeit EUR 2,31 gezahlt, im Schlachtkälberbereich rechnet man mit festen Erlösen von EUR 5,55. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich bekanntlich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.
Artikel drucken Artikel empfehlen