EU-Schweinemarkt: Ware fließt ab - Preise stagnieren

Österreich: Trotz Markträumung unveränderte Notierung.

Wien, 21. November 2014 (aiz.info). - Seit Anfang Oktober verharren die Notierungen am EU-Schweinemarkt auf unverändertem Niveau. Das attraktive Preisniveau motiviert Verarbeiter und Konsumenten gleichermaßen, zu Schweinefleisch zu greifen. In der laufenden Woche findet dieses Szenario seine Fortsetzung. In Deutschland ist der Markt insbesondere im Norden reichlicher versorgt als im Süden. Dadurch gelingt es auch dem viertgrößten (in dänischem Besitz befindlichen) Schlachtunternehmen mit um 3 Cent niedrigeren Hauspreisen, ausreichend Schweine zu bekommen. Die bundesweite deutsche Mastschweinenotierung bleibt unverändert.

Aufgeräumt, wie schon seit Wochen, zeigt sich der Schweinemarkt in Österreich. Die rasche Abholung der schlachtreifen Tiere und eine noch immer unterdurchschnittliche Mastleistung drücken das Schlachtgewicht und damit das verfügbare Fleischvolumen. Vor dem Hintergrund der internationalen Situation konnte allerdings keine Preisverbesserung erzielt werden. Die Mastschweine-Notierung bleibt somit unverändert bei 1,45 Euro (Berechnungsbasis: EUR 1,35 je kg).

"Auch wenn im Norden Deutschlands erste Meldungen von tendenziellem Preisdruck aufkommen, dürfte die gute Nachfrage insbesondere seitens der Fleischindustrie für weitere Stabilität sorgen", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die kurzfristigen Markttendenzen zusammen.
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