EU-Schweinemarkt: Preise beginnen sich zu stabilisieren

Notierung bleibt diese Woche in Österreich unverändert.

Wien, 25. Juli 2014 (aiz.info). - Die in den letzten drei Wochen in Deutschland mit 18 Cent überraschend stark ausgefallene Preisrücknahme zeigt inzwischen Wirkung. Nach Angaben der Fleischwirtschaft soll es zumindest bei einzelnen Teilstücken eine Absatzbelebung geben. Dieses Faktum sowie die Tatsache, dass anhaltend leicht unterdurchschnittliche Schlachtzahlen vorliegen, ermöglichte den Preisverhandlern der Erzeugergemeinschafts-Vereinigung in der BRD ein Plus von 3 Cent. Auch der Lebendschweine- beziehungsweise Schweinefleischdruck aus Holland, der zuletzt schon durch zusätzliche Veterinärauflagen nachgelassen hat, wird in nächster Zeit wegen eines neuen Futtermittelskandals nicht wieder zunehmen. Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet, wurden nämlich aufgrund des Nachweises von unerlaubten Restsubstanzen (Flurazolidon) im Fertigfutter bis zu 100 schweinehaltende Betriebe gesperrt.

Auch in Österreich klingt die Stimmung in der Branche wieder zuversichtlicher als zuletzt. Die Situation am Fleischmarkt wird anhaltend als schwierig beschrieben, weil im Frühjahr bei bestimmten Fleischsortimenten durch den fehlenden Russlandexport etwa 50% an Wertschöpfung eingebüßt wurden. Trotz reduzierter Schlachtungen in manchen Betrieben sind aber kaum Überhänge feststellbar. Das durchschnittlich große frische Angebot war zuletzt reibungslos zu disponieren. Vor diesem Hintergrund wurde hierzulande der Mastschweine-Notierungspreis auf dem Vorwochenniveau von EUR 1,62 (Berechnungsbasis: EUR 1,52) je kg fixiert.

"Die Anzeichen auf weitere Stabilisierung überwiegen. Wenn das Wetter mitspielt, sollten sich bis in den August hinein nicht nur hochsommerliche Temperaturen, sondern auch ebensolche Preise einstellen", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktaussichten zusammen.
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