Im Juni weitere Abschwächung beim Erzeugermilchpreis verzeichnet

Molkereien zahlten im Bundesschnitt 33,47 Cent netto.

Wien, 30. Juli 2015 (aiz.info). - Die rückläufige Tendenz beim österreichischen Erzeugermilchpreis hat sich auch im Juni 2015 fortgesetzt. Heimische Molkereien zahlten ihren Lieferanten für Milch ab Hof (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) im Bundesschnitt 33,47 Cent/kg netto beziehungsweise 37,48 Cent brutto. Das entspricht gegenüber Mai 2015 einem Rückgang von 0,3 Cent netto, das Vorjahresniveau wurde um knapp 14% unterschritten. Dies geht aus der jüngsten Milchpreis-Statistik der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der von der AMA für Juni 2015 ermittelte Erzeugerpreis von 33,47 Cent netto je kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) wurden im Bundesmittel 32,06 Cent ausbezahlt (-0,25 Cent gegenüber Mai). Für Biomilch erhielten die Lieferanten im Schnitt 42,11 Cent netto je kg und damit annähernd so viel (-0,05 Cent) wie im Vormonat.

Für den aktuellen Monat Juli wird von der AMA ein mittlerer Ausbezahlungspreis von 31,90 Cent netto erwartet. Diese Milchpreisschätzung erfolgt auf Basis von zirka 85% der angelieferten Milchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Milchinhaltsstoffe (Fett und Eiweiß) berücksichtigt wird.

Milchanlieferung über dem Vorjahresniveau

Im Juni 2015 wurden in Österreich 264.340 t Milch angeliefert. Somit folgte die Menge dem saisonalen Verlauf, jedoch wurde das Vorjahresniveau um 1,4% übertroffen. Von Jänner bis Juni 2015 standen den heimischen Molkereien im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 2% weniger Milch für die Verarbeitung zur Verfügung.
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