EU-Rindermarkt: Preise für männliche Schlachttiere stabil

Österreich: Notierungen für Stiere und Ochsen können leicht zulegen.

Wien, 21. Oktober 2014 (aiz.info). - Die Entwicklung am europäischen Schlachtrindermarkt präsentiert sich derzeit aufgrund der regional unterschiedlichen Angebotssituation sehr uneinheitlich. Bei männlichen Tieren sind Angebot und Nachfrage in den meisten Regionen ausgeglichen und die Notierungen bleiben stabil. Bei weiblichen Schlachtrindern sind vor allem schwächere Qualitäten unter Preisdruck geraten.

In Österreich trifft bei Jungstieren ein stabiles Angebot auf eine rege Nachfrage, die sich insbesondere durch verstärkte Werbeaktivitäten erhöht hat. Die Notierungen für Stiere und Ochsen können in der laufenden Woche leicht zulegen. Ausgeglichen ist die Situation bei Schlachtkalbinnen, die Preise bleiben daher unverändert. Im Schlachtkuh-Bereich hat die verfügbare Menge aufgrund des bestehenden Wetterumschwunges leicht zugenommen. Gemäß dem EU-weiten Trend sind die Erlöse für Kühe nochmals rückläufig. Bei Schlachtkälbern wird ein steigender Bedarf gemeldet, das Angebot bleibt stabil, daher können die Notierungen weiter zulegen.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen höheren Basispreis von EUR 3,48 netto je kg Schlachtgewicht und für Kalbinnen weiterhin EUR 3,23. Für Kühe werden Erlöse von EUR 2,20 erwartet und im Schlachtkälberbereich rechnet man mit etwas höheren Erlösen von EUR 5,85. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich bekanntlich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.
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