Höherer Durchschnittserlös bei den Submissionen der Waldverbände

Rosenstatter: Hervorragendes Gesamtergebnis für 383 Lieferanten erzielt.

Wien, 29. Jänner 2015 (aiz.info). - Zwischen dem 19. und 23. Jänner 2015 wurden die heimischen Laubwertholz-Submissionen in Heiligenkreuz/NÖ und St. Florian/OÖ erfolgreich abgehalten. Aufgrund der geringen Menge an Wertholz in der Steiermark, die auf die schlechten Witterungsbedingungen zurückzuführen war, wurden die schon bereitgestellten Stämme bei der Versteigerung in Niederösterreich aufgelegt. "Dank der großartigen Leistung der Mitarbeiter der örtlichen Waldverbände und der Forstabteilungen der Landwirtschaftskammern konnte bei den heurigen Submissionen wieder ein hervorragendes Gesamtergebnis für die insgesamt 383 Lieferanten erzielt werden", zeigt sich Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich, über das Ergebnis erfreut.

Wertholzangebot gestiegen

Das Wertholzangebot umfasste über alle Standorte hinweg rund 1.700 Festmeter (fm) und lag damit um 5% über dem des Vorjahres. "Mit dieser Steigerung trotzt man rückläufigen Mengenangeboten bei vielen Submissionen in Mitteleuropa und bewirkt ein verstärktes Käuferinteresse", gibt Rosenstatter zu bedenken. Der Hauptanteil der 27 Baumarten entfiel auf Eiche (67%), Esche (8%) und Schwarznuss (6%). In Niederösterreich fiel das höchste Gebot je fm mit 3.389 Euro auf eine Walnuss und in Oberösterreich mit 2.500 Euro auf eine Zwetschke. Die 75 Zentimeter starke Walnuss hatte mit einer Länge von 3,4 Metern ein Volumen von 1,5 fm und brachte einen Erlös von rund 5.100 Euro.

"Derart gute Ergebnisse erzielt man nur mit entsprechend starken Durchmessern, da dieser Wertfaktor den Preis wesentlich beeinflusst. Derartig hochwertiges und wertvolles Holz findet man bei exklusiven Inneneinrichtungen, im Instrumentenbau oder auch im Bootsbau wieder", erklärt der Obmann. Spitzenpreise pro fm wurden auch wieder für Schwarznuss (1.442 Euro), Eiche (1.339 Euro), Elsbeere (857 Euro) und Kirsche (750 Euro) erzielt.

Durchschnittspreis hat leicht zugelegt

Käufer, großteils aus Österreich aber auch aus Deutschland, Frankreich und Kroatien, gaben auf die aus nachhaltig bewirtschafteten und PEFC-zertifizierten Wäldern stammenden Hölzer in Summe mehr als 9.000 Gebote ab. "Rund sechs Gebote pro Los bestätigen die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Laubholz", unterstreicht Rosenstatter. Die Durchschnittspreise über alle Baumarten und Sortimente hinweg lagen in Niederösterreich bei 442 Euro/fm (2014: 368) und in Oberösterreich bei 370 Euro/fm (2014: 400). Bundesweit wurde ein Durchschnittswert von 406 Euro pro fm (2014: 376) über alle Lose erreicht, was einer rund 8%igen Steigerung entspricht. Die Eiche war mit über 6.300 Geboten die am häufigsten nachgefragte Baumart und erzielte einen mittleren Erlös von 394 Euro/fm. Hohe Durchschnittspreise konnten auch wieder für Schwarznuss mit 779 Euro, Elsbeere mit 434 Euro und Kirsche mit 268 Euro/fm erzielt werden.

Aktive Waldbewirtschaftung lohnt sich

"Auch dieses Jahr zeigten die Submissionen, dass sich die Laubholzpflege und aktive Forstbewirtschaftung für den Waldbesitzer lohnen. Bei den Aktionstagen konnten sich einmal mehr zahlreiche Besucher von der Qualität der angelieferten Stämme überzeugen", so der Obmann. In der Broschüre "Laubholz richtig ausgeformt", erhältlich bei den Landwirtschaftskammern, finden Interessenten wichtige Hinweise zu diesem Thema.
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